Freude schöner Fußballzauber, so kann man den Sonntag des FC St. Pauli zusammenfassen.
Der FC St. Pauli empfängt am Millerntor Dynamo Dresden, einer der aktuellen Top-Mannschaften in Liga 2.
Aber wenn man sich die vergangenen Spieltage der Kiezkicker so anschaut, hat man zurecht Hoffnung, das hier eine optimale Punkteausbeute möglich ist.
Die Choreos der Süd- und der Nordkurve
Mit einer Klassenkampf-Choreo auf der Süd und einer Fahnen-Chore auf der Nord ging es nun also in die Partie.
Neu im Blog: Brustlöser – https://t.co/FIPLKNyReW #fcsp #CenkSahin #DynamoDresden #FCSt.Pauli #Heimsieg pic.twitter.com/m9gwcrTI7g
— rim_light (@rim_light) 12. Februar 2017
Das Spiel FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden
Die ersten paar Minuten war Dresden am Drücker. Aber nach rund 10 Minuten hat sich unsere Mannschaft in das Spiel reingearbeitet und generierte mehrere gute Chancen. In der 29. Minute zappelte der Ball dann endlich im Netz. Kyoung-Rok Choi schoß den Ball einfach mal ins Tor. Mit dem 1:0 ging es völlig verdient in die Halbzeitpause.
Aber so ein 1:0 ist ja noch lange keine sichere Sache, auch Braunschweig war zum Ende ja noch mal eine herzunfreundliche Sache.
Das Spiel ging also weiter. St. Pauli blieb am Ball, Dresden hat wenig effektives auf den Platz gezeigt. Die Boys in Brown hatten richtig Bock auf das 2:0 und so kam es dann auch in der 59. Minute. Bouhaddouz auf Sahin und Tooooooor! Wieder Cenk Sahin! Auf den Tribünen war nun Party-Hard-Modus! Auch wenn Dresden sich nie wirklich aufgegeben hat und bis zur letzten Minute gekämpft hat, blieb es letztendlich beim verdienten 2:0 Heimsieg für die Kiezkicker.
Das Dilemma mit der Tapete
Ungeil fand ich die Tapete, welche in der Südkurve zur Halbzeit präsentiert wurde. „Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt.“ hätte meiner Meinung nach anderes formuliert werden sollen. Diese Formulierung kann ich so nicht mittragen, auch wenn die Aussage, die hinter dem Ganzen steckt, in Ordnung ist. „Gegen den deutschen Opfermythos!“ würde ich dabei komplett unterschreiben.
„Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt. Gegen den deutschen Opfermythos!“
Der Verein und der Fanclubsprecherrat haben sich direkt von der Tapete distanziert. Nach ein wenig drüber schlafen komme ich aber zum Schluss, dass diese Entschuldigung in der Form vorschnell rausgehauen wurde.
Wording „gebrannt“ evtl sub-optimal, aber „Gegen den doitschen Opfermythos!“ wichtiger als je zuvor #fcsp #stpauli https://t.co/OEaRKprzEM pic.twitter.com/S7j28ZFKg7
— fluxus (@fluxusx) 12. Februar 2017
Fick dich Liga 3
2 Siege in Folge hat es in dieser Saison noch nicht gegeben. Die Statistik der letzten 6 Spiele spricht eine deutliche Sprache. 3 Siege, 2 Unentschieden und nur eine Niederlage bei 7:3 Toren macht schon mal 11 Punkte. Absteigen geht anders.
Nun bleibt noch 1 Punkt auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Da wir jetzt auch erst einmal ein paar direkte Mitbewerber vor der Brust haben (Bielefeld, Karlsruhe und München), blicke ich eigentlich ganz optimistisch in Richtung Saisonende. Vor Ewalds Wutrede hatte ich bereits kaum noch Hoffnung.
Formtabelle des FC St. Pauli der letzten 6 Spieltage:
Platz | Verein | Spiele | Torverhältnis | Punkte |
---|---|---|---|---|
1 | VfB Stuttgart | 6 | 10:6 | 12 |
2 | SV Sandhausen | 6 | 9:3 | 11 |
3 | FC St. Pauli | 6 | 7:3 | 11 |
4 | Union Berlin | 6 | 8:6 | 11 |
Sollte Hannover heute Abend gegen Bochum gewinnen, rutscht der FC St. Pauli in der Formtabelle noch auf Platz 4 ab. Aber hey, scheiß drauf! Insgesamt gibt es aktuell nur eine Richtung, und zwar nach oben!
In diesem Sinne:
Nie mehr Hansa Rostock, nie mehr, nie mehr!